INITIATIVE MENSCHLICHKEIT

ENTDECKE DAS GEHEIMNIS UND DIE SCHÖPFERISCHE KRAFT DER BEGEGNUNG

Die menschliche Begegnung ist ein Wert an sich!

Das, was geschieht, ergibt sich aus der freilassenden Begegnung und den schöpferischen Impulsen von Menschen, denen die Frage nach der Erkenntnis und dem Weg zu vollem Menschsein in ihren Herzen brennt und die aus diesen Impulsen tätig sein wollen.

Eine wesentliche Eigenschaft der Initiative Menschlichkeit ist, daß man sie in ihrem Kern eigentlich nie fertig beschreiben kann. Es gibt auch keinen Verein oder ähnliches, dem man sich anschließen muß. Es ist eher eine Bewegung von Menschen, die sich ihre jeweils angemessene Arbeitsform suchen.

Zunächst forschend ausgehend von dem, was ich als mein Selbst erlebe, kann die Empfindung wachsen, daß mein Menschsein nicht an meiner Leibesgrenze aufhört, sondern wesenhaft mit der Welt und meinen Mitmenschen verbunden ist, d.h. daß es sich auf die Welt ausdehnt und mir auch von dort entgegenkommt bzw. geschenkt wird.

Ein initiativer Mensch zu sein bedeutet dann in diesem Sinne, mein eigenes Wesen aktiv, liebevoll, staunend, forschend mit dem Wesenhaften in der Welt und meinen Mitmenschen in Beziehung zu setzen und daraus tätig zu werden. Daß dabei auch die anti-sozialen Kräfte im Blick sein müssen, versteht sich natürlich von selbst.

Aus diesen Grundgedanken wird deutlich, daß die Initiativen und Impulse an verschiedenen Orten vollkommen unterschiedlich sein können. Ob man beispielsweise im Konkreten nach dem Wesenhaften des Klimawandels bzw. des Klimas fragt und dafür tätig wird oder nach den sozialen Verhältnissen, nach der eigenen Fähigkeitenschulung oder nach der digitalen Technik, liegt vollständig bei den Menschen, die sich jeweils zusammenfinden.

Die Initiative Menschlichkeit will keinen Unternehmenscharakter annehmen. Beispielsweise eine Akademie oder eine Wirtschaftsinitiative brauchen eigenständige Abläufe, Formen und Instrumente. In den Begegnungstreffen der Initiative Menschlichkeit kann jedoch angestrebt werden, ein Wahrnehmungs-, Spiegelungs- und Kraftorgan für diese eigenständigen Initiativen zu bilden.

Alle Menschen, die im oben beschriebenen Sinne initiativ sein wollen, sind herzlich eingeladen.  Die erste Initiativgruppe fand sich während der Goetheanum World Conference am Goetheanum/CH im September 2016. Unabhängig von ihren jeweiligen Berufen, religiösen Hintergründen usw. stehen die Gründer der Initiative Menschlichkeit auf dem Boden der Anthroposophie und wollen sich mit allen Menschen verbinden, die im oben beschriebenen Sinne mitarbeiten wollen.

Ein Weg, der den zeitgemäßen Ansprüchen an Naturwissenschaft und Sozialwissenschaft hinsichtlich Gedankenklarheit und nachvollziehbarer Methodik gerecht wird, dabei schrittweise den ganzen Umfang des Mensch- und Weltseins umfasst, ist uns in der Anthroposophie Rudolf Steiners gegeben. 1917 sagt er bereits: „… daß man zuerst tiefere Blicke hineintun muß in die Zusammenhänge der Natur, um in der Natur den Geist zu finden. Dann findet man auch die Fäden, durch die der Mensch wirklich mit dem Geistigen zusammenhängt. Dann kann man aber auch erst wissen, welche wirklichen sozialen Gesetze man braucht. Man kann nicht über soziale Zusammenhänge nachdenken, wenn man ein naturforscherisch denkender Mensch im heutigen Sinne ist, weil man da die Natur an der Oberfläche und das soziale Leben an der Oberfläche hat. …. In Wirklichkeit ist es so: Wenn sie sich die Grenze zwischen der Maja und der Wirklichkeit denken, so haben sie auf der einen Seite ein Guckloch für die Natur und auf der anderen Seite ein Guckloch für das soziale Leben. Und nur dann, wenn man tiefer hineinsieht, sieht man: Da treffen sie sich rückwärts.

Aber dahin werden die Menschen nicht kommen; sie werden dabei stehenbleiben, einige Naturgesetze an der Oberfläche zu beobachten, und werden dann alles mögliche aus ihrem Empfinden, aus ihrer Oberflächlichkeit heraus über das soziale Leben reden.“